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Da die Unterlagen wahrscheinlich während des 2. Weltkrieges Opfer der anhaltenden Bombenangriffe wurden, liegt die Gründungsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wolfgang ziemlich im Dunkeln.

Unmittelbar nach der Beendigung des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 beschloss das Berliner Kriegsministerium den Bau einer Pulverfabrik im Rhein-Main-Gebiet. Ursprünglich sollte die Fabrik in der Großauheimer Gemarkung „Rauschtannen“ errichtet werden, doch die Gemeindeväter verprellten die sparsamen Preußen durch überhöhte Geldforderungen. Diese besannen sich dann auf den unmittelbar angrenzenden Staatsforst in der Bulau entlang der Aschaffenburger Chaussee.

Hier entstand nach einer Konzessionserteilung am 23.07.1875 die „Königlich-Preußische-Pulverfabrik bei Hanau“, die Ende des Jahres 1878 fertiggestellt wurde. Vermutlich wurde schon zu dieser Zeit eine Werksfeuerwehr gebildet. Im Jahre 1880 wurde die Pulverfabrik zum Gutsbezirk erhoben. Während des 1. Weltkriegs (1915) erfolgte die Umbenennung des Bahnhofs „Pulverfabrik“ in „Wolfgang“, um Spione keinen Anhaltspunkt auf die Lage der Pulverfabrik zu geben.

ImageNach der durch die Siegermächte des 1. Weltkriegs angeordneten und von 1919 bis 1921 durchgeführten Zerstörung aller Betriebsanlagen der Königlich-Preußischen-Pulverfabrik, bestand keine Notwendigkeit mehr für eine Werksfeuerwehr. ??? Sie wurde aufgelöst und ihr Stamm bildete den Kern der Freiwilligen Feuerwehr Pulverfabrik. Der Initiative des damaligen Gutsverwalters Gg. Hedderich war es wohl zu verdanken, dass in Wolfgang wieder eine Feuerwehr ins Leben gerufen wurde. Er war es auch, der mit Kreisbrandinspektor Schlegel und Bezirksbrandmeister Lindenberger die Mitglieder der ehemaligen Werksfeuerwehr der Pulverfabrik zusammenrief, und die Freiwillige Feuerwehr Pulverfabrik gründete.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten: Kaspar Baake, Ludwig Barthel sen., Simon Beinhauer, Louis Exler, Otto Exler, Wilhelm Hirsch, Gottfried Hofmann, Fr. Gutsche, Andreas Möller, August Pauly, Jean Wallner, Peter Walz, Adolf Walther, Konrad Walther, Fritz Weigelt und Matthäus Will. Im gleichen Jahr kamen noch Karl Beinhauer, August Braun, Rudolf Giez, Alois Gutmann, Heinrich Hirsch, Willi Hix, Albert Kroher, Heinrich Kroher und Engelbert Schäfer dazu.



 

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